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Epox
8KHA KT266 Sockel A Mainboard Review
Vielleicht erinnern sich einige Leser
noch an das MSI KT266 Pro
Review, welches wir vor zwei Monaten erstellten. Das erste
damals erscheinende KT266 Mainboard zeichnete sich leider
nicht durch Stabilität und Performance aus und hinterlies
einen relativ unausgereiften Eindruck. Andere Hersteller haben
sich bislang mit KT266-Mainboards zurückgehalten - jetzt
hat Epox uns eines der ersten 8KHA-Mainboards mit genau diesem
Chipsatz geschickt. Wie sehr sich der KT266 durch eine längere
Entwicklungsdauer und gute Bioseinstellungen von unserem ursprünglichen
Test weiterentwickelt hat, zeigen wir in diesem Review.
Aber dieser Test ist nicht nur ein Test des
Epox 8KHA - es ist sicherlich auch ein erster Ausblick auf
die nächsten Monate im Chipsatzmarkt. Während VIA
gerade in der letzten Zeit durch den Southbridge-Bug der 686B-Southbridge
und dem angeblichen Northbridge-Bug beim KT133A negative Schlagzeilen
gemacht hat und vor allen Dingen auch der VIA KT266 durch
eine unfertige Markteinführung im Namen gelitten hat,
muß man jetzt besonders gute Überzeugungsarbeit
leisten, um den angekratzten Namen wieder reinzuwaschen.

Das Epox 8KHA erreicht uns
in der ersten Revision - allerdings
mit einer um zwei Monate längeren Entwicklungszeit als
das MSI KT266 Pro.
Und die Konkurrenz schläft nicht - so
steht der SiS735 in den Startlöchern, auch von nVidia
kommt mit dem nForce ein Chipsatz, welcher genau auf andere
Chipsätze von VIA abzielt, nämlich den Markt der
integrierten Chipsätze, die VIA für Athlon CPUs
mit dem KLE133 oder dem KM133 belegt.
VIA scheint allerdings relativ viel zu arbeiten
- so hat man den Mainboardherstellern Hilfe bei der Optimierung
des Chipsatzes angeboten, was sich nicht nur bezüglich
der Stabilität, sondern auch bezüglich der Performance
auswirken soll. Schließlich möchte sich AMD nicht
allzu lange als Nr. 1 im Chipsatzgeschäft für die
eigenen Prozessoren sehen, denn den AMD760 als aktuell schnellsten
Athlon-Chipsatz mit DDR-SDRAM wollte man nur solange produzieren,
bis ein würdiger Nachfolger gefunden ist. Auch hier werden
wir versuchen eine Antwort zu finden, ob AMD die Fertigung
noch lange aufrecht erhalten muß.
Wie immer werfen wir zunächst einen Blick
auf das Mainboard selber :

Auch das 8KHA kommt in der
blauen Verpackung, die wir bereits
von Epox´s 8K7A AMD760-Mainboard
kennen.
Neben dem Mainboard finden wir
in der Verpackung wie immer Treiber-CD und ein ausführliches
Handbuch, weiterhin ein Slotblech für zwei weitere der
sechs USB-Ports der Southbridge und ein UltraATA/100, ein
UltraDMA/33-IDE-Kabel und ein Floppy-Anschlußkabel :
  
Der erste Blick auf das Mainboard selber zeigt
uns bereits, das das Epox 8KHA nicht arm ist an Features,
die wir sehr oft und gerne auf Mainboards wiederfinden. Zum
einen besitzt es 6 PCI Steckplätze, einen für
den Retail-Kunden relativ unsinnigen CNR oder AMR hat man
sich also zugunsten eines sechsten PCI-Slots aufgespart. Für
Erweiterungskarten stehen einem also bis zu den Grenzen der
IRQ-Verteilung alle Möglichkeiten offen. Ein AGP finden
wir natürlich ebenso wie den Sockel A, die KT266 Northbridge
ist unter einem aktiven Lüfter versteckt. Auch hier schon
sichtbar : Epox´s Debug-Led finden wir auch hier, so
bleibt jeder POST des PC überwacht, bei Störungen
ist die Ursache schnell gefunden :

Auch bezüglich der Speicherbestückung
erweist sich das Epox 8KHA dank KT266-Chipsatz sehr viel flexibler
als die AMD760-Konkurrenten. Das Epox 8KHA bringt drei DDR-SDRAM-Slots
mit, der Speicherausbau ist also mit den maximalen größten
Modulen von 256 MB auf bis zu 786 MB kein Problem - bei AMD760-Mainboards
ist durch größtenteils nur zwei Sockel der Ausbau
im Moment bis 512 MB möglich, für eine größere
Speichermenge muß man auf die Verfügbarkeit eines
512 MB-DDR-SDRAM-Riegels warten oder auf Abit´s KG7,
auf dem vier Sockel zur Verfügung stehen, die mit registrierten
DDR-SDRAMs bestückt werden müssen.
Auch fallen auf dem oberen Bild
viele Kondensatoren gleich auf - und wieder ist man auf der
Suche nach den MOSFETs für die Spannungsversorgung :
  
Auf dem rechten Bild sehen wir
bereits, das in CPU-Nähe einige Kondensatoren zu finden
sind. Zwar sind diese recht nahe am Sockel - ein Swiftech
MC462 konnte jedoch eingesetzt werden, mit Orb-ähnlichen
Kühlkörpern wie dem Super Orb könnte man jedoch
Probleme erhalten. Auch die Thermosonic Thermoengine macht
hier ein wenig Probleme, da der Sockel-Halter sehr weit übersteht
bei der Montage - hier muß man etwas tricksen, um den
Kühlkörper trotzdem einsetzen zu können.
Die Spannungsversorgung ist beim
Epox 8KHA 3-phasig, man findet zwar nur drei MOSFETs auf der
Vorderseite, auf der Rückseite des Mainboard verstecken
sich jedoch wie schon beim 8K7A die anderen fehlenden Kondensatoren.
Epox scheint diese Methode gerne zu wählen, Nachteile
sehen wir darin nicht, auf der Rückseite MOSFETs zu platzieren.
Im Gegensatz zu den getesteten Epox
8KTA3+ und dem Epox 8K7A
sind die MOSFETs ohne Kühlung auf dem Mainboard aufgebaut,
werden jedoch im Betrieb auch nur handwarm.
Widmen wir uns jetzt etwas mehr dem Chipsatz,
dem VIA KT266 :
Seite
2 : Der Chipsatz : VIA KT266 Spezifikationen und Eigenschaften
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