Review : Epox 8KHA
: Mainboards

Epox 8KHA : Das Bios

Was kann man von einem Bios erwarten ? Selbstverständlich alle notwendigen Einstellungen für die angeschlossenen IDE-Geräte, Floppy, Zeit etc, natürlich Bootreihenfolgen, Cache-Einstellungen und andere Dinge, die man überall findet. Auch Hardwaremonitoring ist überall zu finden, sowie Power-Saving-Einstellungen sind Gang und Gebe.

Wünschenswert ist vor allen Dingen immer eine gute Justierungsmöglichkeit für den Speicher - und hier kann das Epox 8KHA voll überzeugen. Die DRAM-Settings hat man eine eigene Seite unter den Advanced Chipset Settings spendiert, diese nennt man DRAM Clock/Drive Control, in der man folgende Einstellungen finden kann :

  • System Performance : Hier kann man die Einstellungen auf der Seite schnell ändern - einige Voreinstellungen sind hier einprogrammiert, man kann zwischen "Normal","Fast" und "Fastest" wählen.
  • DRAM Clock : Hier bestimmt man die Taktgeschwindigkeit, eine asynchrone Taktung ist beim KT266 möglich. So stehen die Werte 100/133 Mhz / By SPD zur Verfügung
  • DRAM Timing : Manual/SPD
    Steht dieser Wert auf Manual, so kann man die Cycle length, also die CL-Latenzzeit des Speichers einstellen und den Bank Interleave einstellen. Auf der Einstellung "By SPD" werden diese Werte aus dem EEPROM des Speichermoduls übernommen.
  • Dram Drive Strengh
  • DRAM PreChrg to Act CMD : Hier stehen die Werte 3T und 2T zur Verfügung, wobei 2T der schnellere Wert ist
  • DRAM Act to PreChrg CMD : Auch hier stehen zwei Werte zur Verfügung (6T und 5T), der niedrigere ist der bessere Wert.
  • DRAM Active to CMD : Hier kann man zwischen 2T und 3T auswählen, 2T ist dabei schneller.
  • Dram Command Rate : Der DRAM Command Rate ist neben der CL-Latenzzeit und dem Bank-Interleave die Einstellung, die die Performance des Systems ab meisten beeinflußt. Als agressivstes Setting (1T) bekommt man hervorragende Speichertransferraten, bei 2T liegen diese ca. 60 MB/s tiefer. Allerdings hängt hier wie bei der CL-Latenzzeit viel von der Qualität des Speicherriegels ab - wie stabil das System bei 1T war, diskutieren wir näher unter dem Punkt Stabilität
  • Weitere Timing-Parameter wie DCLKI/O und Fast Read/Write Turn Around sowie Continious DRAM Request stehen ebenfalls zur Verfügung, sind aber für die Systemperformance nicht sehr wichtig, sollten auf den Default-Einstellungen belassen werden.

Wer unsere Reviews verfolgt hat, der wird feststellen, das eine derartige Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten noch bei keinem Mainboard vorgefunden worden ist - und wer etwas genauer gelesen hat, der wird unsere Schlußfolgerung oft gefunden haben, das bessere Einstellungsmöglichkeiten in den meisten Fällen auch zu besserer Performance geführt haben. Ob sich Epox hier selber die Mühe gemacht hat, derart liebevoll das Bios zu splitten oder ob dies eine Folge des Supports von VIA für den eigenen Chipsatz darstellt, werden wir erst zu einem späteren Zeitpunkt sehen, wenn mehrere Serien-KT266-Mainboards zu finden sind. Dem User kommen diese hervorragenden Einstellungen auf jeden Fall zu gute - die Performance, das können wir vorwegnehmen, ist nicht gerade deshalb hervorragend.

 

Aber nicht nur eine hervorragende Seite für DRAM-Einstellungen gibt es, Epox spendiert dem User auch eine eigene Seite für den AGP-Bus, dort findet man neben den üblichen Einstellungen AGP Aperature Size, AGP Mode und Driving Control die Einstellungen für Fast Writes und dem AGP Master 1 WS Write und Read. Vor allen Dingen die Driving Control kann in einigen Fällen bei einem unsauber laufenden System zu Stabilität führen, ist aber sehr vorsichtig einzusetzen, da durch fehlerhafte und falsche Timings die Grafikkarte in Mitleidenschaft gezogen werden kann.

Auch für den Overclocking-Freak ist einiges zu finden - nur ein Jumper befindet sich auf dem Mainboard zur Unterscheidung von 100 und 133 Mhz FSB, der Rest ist ins Bios integriert und zeigt perfekte Justierungsmöglichkeiten auch in diesem Bereich - doch dazu später beim Overclocking !

Nach so vielen Einstellungsmöglichkeiten müssen wir natürlich erst einmal prüfen, ob wir nicht zuviel kaputt-konfiguriert haben ;-)
Also schauen wir uns die Stabilität des Mainboards an...

Seite 5 : Epox 8KHA : Stabilität und Overclocking

 

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