Review : Epox 8KHA
: Mainboards

Epox 8KHA : Stabilität

Zuerst möchten wir feststellen, das es sich bei unserem 8KHA um eines der ersten Mainboards dieser Sorte in Europa gehandelt hat - insgesamt fünf Mainboards sollen nach Angaben von Epox existieren, alleine dies läßt auf ein frühes Stadium des Mainboards schließen. Allerdings waren wir umso mehr erstaunt, als wir das Mainboard ohne große Probleme in Betrieb nehmen konnten und trotz optimistischer agressivster Timings anfänglich keine Probleme feststellen konnten. Für ein Beta-Mainboard, welches erst in einigen Wochen in den Läden erscheinen soll ein hervorragendes Ergebnis.

Die Benchmarks offenbarten dann die ersten Probleme - so stürzte der 3DMark 2000 ein paar Mal ab, auch der längere Vulpine GLMark schaffte keinen Durchlauf, was wir auf einen sehr hohen AGP-Transfer schieben konnten. Auch der 1T-Command erwies sich als zu agressiv für Quake 3 Arena, nach dem Herunterschalten auf 2T war das System "rock stable" und stürzte nicht mehr ab.

Nach einem Telefonat mit Epox stellte man uns eine neue Bios-Revision zur Verfügung - nach Flashen des Bios waren die Probleme verschwunden, die Abstürze aufgrund des AGP-Transfers waren ebenso verschwunden wie auch Abstürze mit dem 1T-Command. Da die Leistung des Mainboards gleichgeblieben ist - wir mußten alle Benchmarks erneut durchführen, bei unserer Auswahl von 20 Einzeltests in jeweils drei Durchläufen keine schnelle Arbeit - schieben wir die Probleme bei Quake 3 Arena auf ein Zusammenspiel von AGP-Bus und 1T-Command, Fehler konnten jetzt keine mehr dargestellt werden.

Ein Temperaturfühler sorgt für die Überwachung der CPU-Temperatur,
weiterhin bietet das Mainboard drei Fan-Header zur Überwachung
von Lüftern.

Hier also auch noch einmal ein Kompliment an Epox, denn gute Entwicklungszeit hat hier ein sehr robustes und gut funktionierendes Mainboard hervorgebracht. Sicherlich ist die Entscheidung für einen Mainboardhersteller nicht einfach, zwischen "erster am Markt" und "ausgereiftes Mainboard" zu entscheiden - wir finden es aber professioneller, lieber anderen den ersten Schritt zu überlassen, dafür aber die Arbeit "besser" zu machen.

Kommen wir jetzt zu einem weiteren interessanten Teil, dem Overclocking :

 

Epox 8KHA : Overclocking

Epox hat sich bereits mit dem 8KTA3+ viele Overclocking-Fans gesichert, eine neue Version mit noch höheren Bustakten und noch besserer Übertaktbarkeit steht bald in den Läden. Auch das AMD760-Mainboard hat sich als hervorragender Performer im Bereich des Overclockings herausgestellt - auf ihm testeten wir unsere Crucial-Speicherriegel die mit 162 Mhz für den registrierten ECC und ebenfalls 162 Mhz für den normalen DDR-SDRAM natürlich auch ein Mainboard benötigten, welches entsprechend hoch noch stabil betrieben werden konnte.

Auch das 8KHA bietet hervorragende Optionen zum Übertakten : Ein Front-Side-Bus von bis zu 200 Mhz ist in 1 Mhz Schritten justierbar und läßt somit für Overclocking-Herzen in dieser Hinsicht keine Wünsche offen.

Der Quarz und der ICS des 8KHA müssen Schwerstarbeit verrichten -
bis zu 200 Mhz Bustakt sind stufenlos einstellbar

Für Overclocking notwendig ist jedoch natürlich auch die Veränderung des Multiplikators, die man ebenso ins Bios gestellt hat. Hier sind auch neuere Multiplikatoren von 13x, 14x und 15x enthalten.

Im ersten Bios, welches wir im Auslieferungszustand erhielten, standen dem Benutzer die Möglichkeiten offen, die VCore (Spannung des Prozessors) und die VI/O-Spannung (Chipsatz) zu verändern. Dabei konnte man die Spannung des Prozessors um 0,1V auf 1,85V heraufsetzen, die VI/0-Spannung konnte bis 3.2V heraufgesetzt werden. Im zweiten Bios hat man diese Funktion in die sinnvollere Funktion zur Erhöhung der Spannung des Speichers VDimm ersetzt. Auch hier kann man zwischen der Einstellung 2,5, die der DDR-SDRAM-Spezifikation entspricht, und der maximalen Einstellung von 3,2 V wählen. Dabei sollten die maximalen Einstellungen allerdings nicht gewählt werden - 3.2 V Spannung wird ein DDR-SDRAM-Modul nicht lange aushalten - auch schon bei geringeren Spannungen kann es aufgeben, deshalb wie immer von uns die Warnung bezüglich Overclocking und insbesondere der Veränderung von Spannungen äußerste Vorsicht walten zu lassen und nicht zu übermütig mit ein Einstellungen umzugehen.

Nach dieser Tabelle an Features will man natürlich auch wissen, was maximal erreicht worden ist - wir kamen auf folgende maximal stabil mögliche Werte : 155 Mhz konnten wir maximal erreichen, allerdings mußten wir für alle stabilen Einstellungen über 150 Mhz den USB-Controller deaktivieren. Ab 155 Mhz konnten wir zwar noch Windows booten, jedoch liefen Benchmarks nicht mehr stabil durch - bei 160 Mhz war dann auch das Booten von Windows nicht mehr möglich, ab 162 Mhz bekamen wir einen schwarzen Suspend-Bildschirm zu sehen.

Dabei lag diese Grenze auch tatsächlich am Chipsatz - unsere Crucial-Module, brachten diesen Beweis. Einmal mehr ein Fakt, das zu einem erfolgreichen Overclocking immer viele Komponenten neben CPU und Mainboard eine Rolle spielen, mit der entscheidenste sind dabei natürlich die Speichermodule.

Trotzdem ist dieser Wert hervorragend - es sollte nicht vergessen werden, das es sich um eines der ersten KT266-Mainboard von Epox handelt, mit Serienfertigung ist ein derart hoher FSB einfach zu erreichen.

Jetzt zu unserem Testsystem und den Benchmarks :

Seite 6 : Das Testsystem

 

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