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Ein
Ausblick : Neue Chipsätze und KT266 Nr. 2
Am
8. August wird nach unseren Informationen ein neues
Stepping an die Mainboardhersteller ausgeliefert -
der VIA KT266 ist also von VIA noch einmal überarbeitet
worden. Keines der hier getesteten Mainboards hatte
bereits diesen "neuen" alten Chipsatz, aber
das wird auch noch eine Weile dauern. Wenn der Chipsatz
am 8. August den Mainboardherstellern zur Verfügung
gestellt wird, so dauern Sampling-Phasen und Debugging
in der Regel noch einen Monat. Wenn wir im September
also neue Mainboards mit dem KT266 Nr.2 finden, so
sind wir schon recht optimistisch.
Auch
wird der neue Chipsatz vielleicht gar nicht von dem
aktuellen zu unterscheiden sein - ein neues Stepping
ist in der Regel nur mit einer neuen ID-Nr. verbunden
- die "neuen" Mainboards von den "alten"
zu unterscheiden wird also ein Problem, welches wir
schon von der Kasse im Supermarkt kennen, wenn Überraschungseier
geschüttelt und zerdrückt werden.

Aber
der KT266 wird zu dieser Zeit auch mehr Konkurrenz
bekommen :
Einmal
bastelte ALi an einer neuen Revision des ALI MAGiK.
Boards mit diesem neuen Stepping, bei dem man vor
allen Dingen den DDR-SDRAM-Controller überarbeitet
hat, werden in drei bis vier Wochen zu finden sein.
Iwill wird ein Mainboard mit dem neuen Stepping präsentieren,
welches durch ein "Plus" gekennzeichnet
ist. Das neue Stepping soll durchaus in der Lage sein,
mit dem KT266 und AMD760 mitzuhalten - aber das bleibt
abzuwarten.
Eine
viel größere "Bedrohung" für
VIA´s Chipsatz kommt von SiS. Der 735 als sehr
günstiger Ein-Chip-Chipsatz wird nach den ersten
Tests wahrscheinlich der vorerst schnellste Chipsatz
werden. Alle größeren Mainboardhersteller
haben Boards mit diesem Chip angekündigt, obwohl
VIA auf der Computex kräftig Druck gegen den
Chipsatz gemacht hat. Boards mit dem SiS735 erscheinen
gerade - bis diese in Massen am Markt erhältlich
sind, werden aber noch einige Wochen ins Land gehen.
Erste Septemberwochen ?
Nummer
3 ist der nVidia nForce - eigentlich als hochintegrierter
Chipsatz gedacht, mit Geforce 2 MX-Grafikengine, aber
auch der Möglichkeit, eine eigene Grafikkarte
einzubauen, da ein separates AGP-Interface bereitsteht.
Der Clou : Der größere nForce 420 bietet
ein Twin-Bank-DDR-SDRAM-Interface - wenn zwei DDR-SDRAM-Steckplätze
belegt sind, werden diese mit 128bit anstatt mit normalen
64bit angesteuert. Ob der Chipsatz von der theoretischen
Übertragungsrate von somit 4.2 GB/s profitieren
kann, wird man sehen. Bislang ist aber auch noch kein
Demo-Board aufgetaucht - deshalb geben wir diesem
Chipsatz erst Ende September eine Chance.
Der
KT266 hat also nach den ersten Schwächen eine
faire Chance - er ist jetzt schon sein Geld wert,
denn die Unterschiede zu den kommenden Chipsätzen
werden sicherlich nicht die komplette Performance
umwerfen.
VIA
ist also im Rennen - und ein heisser Herbst steht
bevor.
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