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Im Bios findet man
eine weitere Spezialität von Abit : Das SoftMenue III, welches
im vorliegenden Fall die stufenlose Justierung des Front-Side-Busses
erlaubt.
Abit geht hier aber
noch einen Schritt weiter - man verwendet einen CPU:SDRAM:PCI -
Teiler, um nicht nur den Front-Side-Bus, sondern auch die restlichen
Komponenten gezielt zu takten. So läßt sich von 50 bis
96 MHz ein Teiler von 2:3:1 einstellen - also z.B. 80 Mhz : 120
Mhz : 40 Mhz. Dies ist für Celeron-Prozessoren sinnvoll, wenn
man diese von dem limitierten 66-Mhz-FSB befreien will. In der Standard-Einstellung
läuft der Systembus so auf 66 Mhz, während der Speicherbus
auf 100 Mhz läuft und der PCI-Bus auf 33 Mhz. Beim übertakten
bis 96 Mhz FSB werden so bis zu 144 Mhz Speichertakt erreicht -
bei allerdings 48 Mhz PCI-Takt, was die eine oder andere PCI-Karte
überfordern wird.
Für Pentium III
Prozessoren mit 100 Mhz Takt ist der Teiler 3:3:1 vorhanden, dieser
ist von 50 bis 140 Mhz einstellbar. Für Pentium III Prozessoren
mit 133 Mhz Front-Side Bus stehen zwei Möglichkeiten offen
: Entweder 4:3:1 oder 4:4:1. Die erste Einstellung kann gewählt
werden, wenn nur PC100 Speicher vorhanden ist oder der PC133-Speicher
beim Übertakten auf z.B. 150 Mhz nicht mehr mitmacht. Beide
Einstellungen sind von 50 bis 250 Mhz einstellbar, effektiv ist
jedoch bei 160 Mhz oft schon aufgrund des PCI / AGP-Busses Schluß.
Nachteilig ist wieder
einmal eine Limitation des Chipsatzes : Während Via auch eine
asynchrone Taktung bei 100 Mhz anbietet, verzichtet Intel hierauf.
Bei der relativ guten Speicherperformance des Intel-Chipsets wäre
eine Taktung 100:133:33 Mhz, also 3:4:1, hervorragend - ein 100
Mhz Intel-Prozessor könnte so mit schnellem PC133-Ram zusammenarbeiten.
Leider wurde an diese Möglichkeit wohl nicht gedacht - oder
man wollte hieran nicht denken...
Hier
alle Möglichkeiten in der Übersicht :
|
FSB
|
CPU-Takt
|
Speichertakt
|
PCI-Takt
|
| 50
- 96 Mhz |
2
- (50 - 96 Mhz)
|
3
- (75 - 144 Mhz)
|
1
- (25 - 48 Mhz)
|
| 50
- 140 Mhz |
3
- (50 - 140 Mhz)
|
3
- (50 - 140 Mhz)
|
1
- (16,6 - 46,6 Mhz)
|
| 50
- 250 Mhz |
4
- (50 - 250 Mhz)
|
3
- (37,5 - 187,5 Mhz)
|
1
- (12,5 - 62,5 Mhz)
|
| 50
- 250 Mhz |
4
- (50 - 250 Mhz)
|
4
- (50 - 250 Mhz)
|
1
- (12,5 - 62,5 Mhz)
|
Hier kann schon erkannt
werden, welche FSB-Settings überhaupt noch Sinn ergeben :
250 Mhz FSB sind nicht
schon allein wegen des festen Intel-Multiplikators, des Speichers
und der Qualität des Chipsatzes nicht zu erreichen - 62,5 Mhz
PCI-Takt macht auch keine PCI-Karte mehr mit. Standardmäßig
erreichen einige Karten um 40 Mhz, teilweise 45 Mhz. Hieraus ist
zu erkennen, daß beim 4:4:1 - Modus nur maximal 180 Mhz möglich
wären - alles was Abit dazu gibt, ist reines Marketing. Beim
Celeron-Prozessor würde man 45 Mhz mit 90 Mhz FSB erreichen
- und 135 Mhz Speichertakt - was ein hervorragendes Overclocking-Ergebnis
wäre (dazu später...).
Neben den FSB-Settings
erlaubt das Soft Menue III auch die Einstellung der Core-Spannung
des Prozessors und der IO-Spannung. Die Core-Spannung des Prozessors
läßt sich beispielsweise von 1.30V auf 1.90V in 0.05V-Treppchen
justieren. Eine Spannung von 1,9 V sollte auch ausreichen, einen
FCPGA-Prozessor an die Grenzen zu führen, mehr ist sicherlich
nur mit Wasserkühlung oder Peltierelementen möglich -
oder mit VapoChill und Kryotech-Systemen.
Der Speicher läßt
sich ebenfalls auf Touren bringen - neben jedlichen einzustellenden
Latenzzeiten kann auch dem SPD-Modul die Möglichkeit der Kontrolle
über den Riegel überlassen werden - jedoch aufgrund mangelhafter
SPD-Programmierung öfters auf Kosten von Performanceverlust.
Standardmäßig ist hier (neben einer 4:3:1er Einstellung
im SoftMenueIII) auch die SPD-Erkennung eingeschaltet - Käufer
sollten also darauf achten, auf jeden Fall im Bios noch ein wenig
einzustellen - ansonsten wird etwas Leistung verschenkt.
In den Integrated
Perephials läßt sich so ziemlich jeder Onboard-Chip ausschalten,
wenn man ihn nicht benötigt, so kann der HPT 370 oder der AC97-Codec
deaktiviert werden oder einzelne Com- oder Druckerschnittstellen
abgeschaltet werden. Anderen Einstellungen sind "wie man sie
kennt".
Seite
4: Das Testsystem
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