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Als erstes die Content
Creation Winstone 2000 Scores.
Hierzu verwendeten
wir beide Prozessoren, um sowohl prozessor- als auch speicherabhängige
Performancedaten zu gewinnen : So wurden der Celeron 600 sowohl
mit 600 Mhz als auch mit 750 Mhz auf 3:3:1 und 2:3:1 verglichen.
Über 750 Mhz war uns leider ein Betrieb auf 2:3:1 nicht mehr
möglich - der PCI-Bus kam mit 41,5 Mhz ins Spiel und brachte
das System zum Abstürzen unter WindowsME. Da der Prozessor
jedoch selbst auf 900 Mhz stabil lief und der Speicher auch noch
höhere FSB absolvierte, kann es sich nur um einen zu hohen
PCI-Bus gehandelt haben. Die Pentium III Prozessoren liefen alle
auf der idealen 4:4:1-Einstellung.
Beim Umstellen von
2:3:1 auf 3:3:1 gab es zudem ein Problem : Nach der Einstellung
im Soft Menue III ließ sich der PC nicht mehr einschalten,
ein POST gelang nicht mehr. Erst nach Ausschalten des Netzteils
und erneutem starten kamen wir wieder ins Bios - und erhielten die
Fehlermeldung : CPU unworkable or changed - da scheint also noch
etwas im Bios nicht zu stimmen. Der
3:3:1 - Modus ließ sich erst mit 100 Mhz Front-Side-Bus aktivieren
- und dann nachträglich auch mit 83 Mhz FSB und mit 66 Mhz.
Weitere Probleme gab
es mit der Core-Voltage. Unser Celeron 600 läuft leider nur
mit 1,85 V stabil auf 900 Mhz - auf einem ASUS P2B war dies kein
Problem, wir justierten hier die Spannung über einen FCPGA->Slot1
Adapter. Das SA6R bietet jedoch leider nur Spannungen bis 1.75V
für Celeron-Prozessoren - also konnten wir einen stabilen Betrieb
nicht erreichen. Sowohl Content Creation Winstone als auch Quake3Arena
und 3DMark2000 stürzten mehrere Male ab, bevor wir ein "durchgehendes"
Meßergebnis erhielten - nervenaufreibend ! Abit könnte
in einem der nächsten Bios-Versionen also ruhig ein paar Volt
mehr spendieren.

Deutlich
zu erkennen ist der Vorteil des schnellen Speichers : Ein 600er
Celeron mit 100 Mhz Speichertakt ist fast so schnell wie ein 750
Mhz-Celeron mit 66 Mhz Speichertakt. Wiederrum kann sich der 750er
Celeron mit 124,5 Mhz Speichertakt deutlich vom Celeron 750 mit
83 Mhz Speichertakt absetzen.
Besondere
Freude hat der Pentium III gemacht. Es war ein nagelneuer Prozessor,
er wurde im Abit SA6R zum ersten Mal eingesetzt und lief auf Anhieb
mit 133 Mhz Front-Side Bus. Trotz 33% Übertaktung mußten
wir noch keine Spannung erhöhen, erst bei 140 Mhz wurde WindowsME
instabil und es gab einige Hänger bei Quake3Arena und Content
Creation Winstone. Also ab ins Bios - die VCore etwas anheben, wobei
hier Spannungen bis 1,95 V verfügbar sind - und wir konnten
den Prozessor bis 148 Mhz Front-Side-Bus ohne Abstürze mit
1,8 V betreiben. Maximal erreichten wir 154 Mhz - also 1078 Mhz
- mit 1.9 V, hier konnten wir zwar noch ins Bios, aber Windows fuhr
nicht mehr vollständig hoch, auch nicht durch herunterstellen
der CAS-Latenzzeit des Speichermodules von Micron, welches noch
148 Mhz mit CAS-2 bewältigte. 148 Mhz scheint also die obere
stabile Grenze vom Prozessor oder vom Board zu sein...
Weiter
mit den Benchmarks -
Sisoft
Sandra 2000 Millenium Edition :

Sisoft
Sandra´s CPU Benchmark ist relativ speicherunanbhängig
- ansonsten keine Überraschungen, hier heißt mehr Mhz
auch mehr Geschwindigkeit.

Der MMX-Benchmark
von Sandra erzählt nichts neues, auch hier sind keine Unterschiede
vom Speichertiming erkennbar.

Der Memory-Bench
von Sandra zeigt Unterschiede - hier kommt ein Celeron 600 mit 2:3:1
an einen 900er Celeron mit 3:3:1 heran : Beide laufen mit 100 Mhz
Speichertakt. Schneller ist der 750er Celeron mit 2:3:1 dank 124,5
Mhz Speichertakt, hier kann er sogar den 700er Pentium III überholen,
der nur einen Front Side Bus von 100 Mhz hat.

Vor allen
Dingen in Quake 3 Arena kann man von schnellem Speicher profitieren
- der hohe Speichertakt macht sich beim 2:3:1 - Timing wieder einmal
bemerkbar. Berauschend ist das Ergebnis des Pentium III mit 1036
Mhz und der Geforce II GTS - 94 fps bei 1024x786 ist ein sehr guter
Wert, da die Geforce auf Standardtimings lief. Die Karte läuft
auch auf 230 Mhz / 405 Mhz stabil - wahrscheinlich der Grund, warum
Creative auch keine Geforce II Pro auf den Markt bringt - hier sind
es dann hervorragende 102 fps.
Und der
letzte im Bunde :
Winbench
99´s Disk Transfer Rate Test :
Seagate
Barracuda ATA II 20,4 GB

Die
Datentransferrate beginnt bei 30 MB/s und sinkt stetig bis ca. 22
MB/s - ein sehr guter Wert für eine Festplatte, auch wenn die
IBM DTLA-Serie oder die Barracuda III-Serie schon über 30 MB/s
bis ca. 38 MB/s zu Beginn schaffen. Selbst für AVI-Aufnahmen
in Realzeit sollte diese Übertragungsrate jedoch genügen
2 x
IBM DTLA 307030 30,0 GB (Raid - 0 Striping, 64 kb Block Size)

Zu sehen
sind nur die ersten 10 GB, hier wird allerdings die Übertragungsrate
schon ersichtlich : ca. 75 MB/s, die Schwankungen resultieren aus
der relativ kleinen Meßgröße von 10 GB. Merkwürdig
sind jedoch die Einbrüche am Anfang und relativ stetig alle
2 GB. Trotzdem ein hervorragendes Ergebnis, unter Windows 2000 wurde
ein Business Disk Winmark von 36600 gemessen !
Hier
zeigt sich die Stärke des Raid und auch der Grund, warum die
Content-Creation-Scores mit Raid so gut sind - die IBM -Platten
schaffen bis zu 76 MB/s am Beginn und bis zu 50 MB/s am Ende der
Sektion. Die Seagate Barracuda ATA II hat aber auch schon hervorragende
Werte - für eine einzelne Platte sind 28 MB/s perfekt.
Zum Ende
noch ein Vergleich : Intel i440 BX vs. Intel i815 :
Als BX-Board
kommt ein (altes) ASUS P2B zum Zug - damals als eines der schnellsten
BX-Boards ist es mitlerweile schon sehr betagt - 2x AGP sowie Jumper
zum Verstellen des Bustaktes, UDMA/33 und 3 ISA - soetwas findet
man heute auf keinem Board mehr. Weiterhin macht das Board mit der
Corespannung Probleme, die vorliegende Version 1.02 unterstützt
noch keine Low-Voltage Prozessoren, also muß der Celeron mit
1,8V auf einem FCPGA-to-Slot 1 Adapter laufen - Pentium III Benchmarks
sind deshalb auch nicht zu finden, denn das gute Stück war
mir für solche Experimente zu schade.
Zur Information
: beim BX-Chipsatz läuft der Speicher mit dem Front-Side-Bus
synchron - eine Option wie 2:3:1 gab es dort noch nicht...

Damit
keine Mißverständnisse aufkommen : Die Content Creation
Winstone Ergebnisse wurden mit dem Faktor 100 multipliziert und
die Memory Scores von Sandra mit dem Faktor 10, damit man die Unterschiede
in einem Diagramm sehen kann.
Der BX
liegt doch ganz schön hinten dran, jedoch auch nur, wo es um
Speicherdurchsatz geht und der i815 ein schnelleres Timing anbietet
- für Celeron-Prozessoren kann man somit einen kleinen Unterschied
ausmachen. Bei Pentium III Prozessoren mit einem BX-Board mit 133
Mhz wird man keinen Unterschied sehen, weil hier auch der Speicher
dementsprechend hoch getaktet ist.
Wer also ein gutes BX-Board auf 133 Mhz laufen lassen kann, der
hat fast keine Performance-Einbußen, sieht man von 4x AGP
und UltraATA/100 einmal ab.
Seite
6: Pros und Cons / Fazit
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